Aloe Vera in der Veterinärmedizin:

 

Historischer Verlauf:

Schon die alten Kulturen der Ägypter, Griechen und Römer kannten die heilenden Qualitäten dieser Pflanze, im Jahre 1750 vor Chr. berichteten die Sumerer schon über die pharmazeutischen Eigenschaften der Aloe Pflanze. Auch in der chinesischen Medizin sowie in alten aber auch jüngeren Zeiten ist sie immer bekannt und geschätzt gewesen. 
1693 kam die Aloe Vera nach England und war Ende des 17. Jahrhunderts schon weitverbreitet. 
1844 spielte die Aloe Vera schon eine große Rolle in der Behandlung von Tieren und die Königliche Fakultät der Tierärzte beschloß, die Pflanze in ihr Wappen aufzunehmen. 
Leider verlor sich die Verwendung der Aloe Pflanze im Laufe der Zeit und wurde erst in den letzten 20 Jahren als Geschenk der Natur wiedererkannt.

 

Die Aloe Pflanze:

Auch wenn das Aussehen der Aloe Pflanzen einem Kaktus nicht unähnlich sieht, gehört sie zu der Familie der Lilien. Es gibt rund 300 verschiedene Arten von Aloe, von Zwergvariante bis hin zur breit ausladenden barbadensis miller.
 

Die bekanntesten Arten sind:
 


Barbadensis Miller ist die am häufigsten verwendete Pflanze, sie ist leicht anzubauen und hat die stärksten Heilkräfte.
Die Aloe Americana wird zum Beispiel in Mexiko für die Herstellung von Tequila verwendet.

Erst nach 4 Jahren ist die Pflanze erntereif, insgesamt hat sie ungefähr eine Lebensdauer von zwölf Jahren. Bei der Ernte werden immer nur die äusseren, fleischigen Blätter abgehackt, die Pflanze kann sich selbst geschlechtlos vermehren, indem auf den Seiten kleine Schößlinge sprießen. In unseren Breiten sind die Aloe Vera Pflanzen nicht so gehaltvoll, da sie reine Sonnenpflanzen sind. Das heisst, sie gedeihen jahrelang unter der prallen Wüsten- und Savannensonne und können dort viel mehr Nährstoffe produzieren.

In der dicken, schützenden Rinde der Aloe Vera findet die Synthese der 75 enthaltenen Nährstoffe statt, unter dieser Rinde befindet sich eine Schleimschicht, die Polysacchariden und Acemannan enthält, welche immun- moduliernd wirkt. 
 

Unter der Schleimschicht, befindet sich das Blattgel, welches in der Industrie, Medizin, Naturheilkunde und vielen anderen Dingen Verwendung findet und teilweise heiss begehrt ist.
 

 

Zugeschriebene Wirkung der Aloe:

Synergetische Eigenschaften:

Als Synergie bezeichnet man die Zusammenarbeit von zwei oder mehr Stoffen, um eine größere Wirkung als die Summe der individuellen Wirkungen hervorzubringen. Sprich die enthaltenen Nährstoffe arbeiten als "Team" zusammen, um eine größere Wirkung zu erzielen.

 

Adaptogenische Eigenschaften:

Die Aloe Vera Pflanzen sind als Adaptogene bekannt, das heisst, dass der Körper dem Blattgel die Stoffe entnimmt, welche für die Heilung der betreffenden Krankheiten des Körpers wichtig sind. Das Aloe Vera Blattgel hilft dem Körper, sich selbst zu heilen, indem es das gesundheitliche Gleichgewicht wiederherstellt.

 

Förderung des Wohlbefindens:

Das Gel erzeugt ein Wohlbefinden und viele Menschen geben an, nach der Einnahme mehr Energie zu haben und den täglichen Stress besser meistern zu können. Ebenso führt das Blattgel eine Feinsteinellung des Immunsystems durch und stärkt die Abwehrfähigkeit des Körpers. 
Bei Kleintieren zeigt sich eine deutliche Lebhaftigkeit und Lebenskraft, das Fell wurde voller und glänzender. Der Nagel- und Krallenwuchs verbesserte sich qualitativ. 

 

Antioxydantische Eigenschaften:

Das Blattgel besitzt ebenso antioxydantische Eigenschaften. Vitamin A, C und E, die im Gel enthalten sind, sorgen dafür, dass Freie Radikale schneller vernichtet und Gifte abgebaut werden.

 

Natürliche Reinigung:

In der Pflanze enthaltenes Saponin ist ein wirksames, natürliches Reinigungsmittel

 

Exfoliation:

Die in der Aloe enthaltenen Enzyme unterstützen den Abbau von totem Hautgewebe. Die Salizylsäure erweicht die Keratinschicht der Haut und zusammen helfen diese Stoffe, tote und beschädigte Zellen (Schuppenflechte, Exzemen etc.) zu entfernen. Auch bei der Reinigung und Heilung von Hautwunden hat sich die Aloe hervorgetan.

 

Zellteilung und Wundheilung:

Von Dr. Atherton und Dr. Cochrane wurde nachgewiesen, dass durch Aloe Vera die Zellteilung durch Bindegewebszellen in der Haut dreimal schneller bewirkt wird und Wunden somit schneller verheilen.

 

Örtliche Betäubung und schmerzstillende Wirkung:

Bei äußerlicher Anwendung lindert das Blattgel der Aloe Gelenk- und Muskelschmerzen, innerliche Anwendung verstärt diese schmerzstillende Wirkung.

 

Wirkung gegen Viren, Bakterien und Pilze:

Im Labor fand Gottshall heraus, dass Aloe Vera bei längerem Kontakt auf gewisse Mikroorganismen wirkt. Sie ist Bei Herpesviren, Hefepilzen aber auch bei Tuberkulosebakterien aggressiv und vernichtet diese.

 

Weitere Wirkungen der Pflanze:

 

Quelle: Aloe Vera - Ein Geschenk der Natur 

           Dr. vet.med. David Urch

 

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